commune 1-73
73 fragmente zur pariser commune von claudia bosse mit kompliz*innen.
vom 25. august 2021- 29. mai 2022, FFT düsseldorf.

 


claudia bosse mit kompliz*innen
commune 1-73
fragment 8 "man sollte lernen mehr in treppenhäusern zu leben, aber wie?" george perec
düsseldorf, september 2021
mit mariana senne und fanti baum

 

 

treppen auf sand
die statik gefährdet
der schuster mit den eckigen schuhen über den kristin ross schreibt wollte seine barrikade signieren
barrikaden als kunstwerke, die die stadt durchtrennen
signierte barrikaden
auf dem brachland
die ersten stufen vorgefunden die auf den hügel führen
vermutet, dass die bewohner der temporären habitate auf diesem gelände diese begonnen haben
lesen des raumes und seiner anlagen und möglichkeiten
als eine form ökologischen denkens
also
den vorgefundenen unfertigen bau dieser vielleicht drittel treppe studiert
die arbeit im treppenbau gelesen und weitergeführt
dann verbessert
gemeinsame arbeitsschritte
voneinander abhängig

das ausgleichen des gewichtes im gemeinsamen tragen des steines
die koordination der schritte
steine schleppen über das areal
sammeln
des materials
fragen nach hilfe
die bitte als notwendige kommunikation
die bitte nach dingen, die allein unmöglich sind
choreographien des holzes, der steine, des schotters
arbeiten
die uns gemeinsam erfordern

bei der erfragten hilfeleistung eines transportmittels (für die steine), stürzt ein eifriger gelände-bewohner fast ab und muss gerettet werden
er fällt nicht auf die tote ratte auf die der einkaufswagen auftrifft
wir signieren die treppe nicht
später tun es andere
wie viele steine versetzt, geschleppt und holz getragen und schotter geformt, gegraben
mit spaten, handschuhen und anderen steinen
zusammenfügen
reorganisation der teile

 

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