theatercombinat | 1998 fatzer-fragment brecht - 4 monate + 18 präsentationen, schweizer erstaufführung, théàtre du grütli, genf (ch)

sprache/language: deutsch, english

 

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bertolt brechts umfangreichstes fragment besteht aus 500 losen manuskriptseiten, erstellt von 1926 bis 1931. ein monumentales aggregat von fabelskizzen, dialogen, reflexionen, schematas ... es verdeutlicht das misslingen des autors, das textmaterial über eine dramatische struktur zu besänftigen und verlangt die zuschauer als koproduzenten des sinns. das «fatzer fragment» wurde für diese inszenierung erstmals vollständig ins französische übersetzt und neu bearbeitet.


   

mise en scène/regie: claudia bosse, mise en espace/raum: josef szeiler, collaboration a la mise en scène/mitarbeit: maya bösch, jeu/akteure: maya bösch, pascal francfort, camille giacobino, sandra heyn, mathieu loth, anne marchand, heike müller, renaud serraz, fabienne schnorf, christine standfest, traduction/übersetzung: francois rey, collaboration à la traduction: sylviane dupuis, claudia bosse, maya bösch, edition: arche, consultation: michèle pralong

théàtre du grütli, genf, 4 monate + 18 präsentationen
(märz bis juni 1998)


inszenierungsmaterial
(claudia bosse)

vorbemerkung
raum
improvisation
komposition
thesen
fragen
zusammenfassung der arbeitsansätze
probenprotokolle
gespräch zu regie
gespräch zur position des zuschauer

  bedingung ein viermonatiger arbeitsprozess in genf théâtre du grütli (märz bis juni 1998) mit den ersten drei arbeitsphasen des fatzer-fragments von bertolt brecht. es war die erste theatrale arbeit am kompletten fragment, ohne dramatische montage und ohne textauswahl und seine französischsprachige und schweizer erstaufführung.

regeln das theatrale geschehen ordnete sich nicht aus der identifikation des spielers mit einer figur, nicht aus der zuteilung unterschiedlicher textstrukturen - fabelentwürfe, figurenkonstruktionen, szenen, kommentare, reflexionen - sondern vielmehr aus einem gleichberechtigten wechsel, tauschen, gegenüberstellen aller spieler mit den texten. jeder spieler sollte das ganze im auge haben, alle parts in ihrer konfliktreichen differenz.

der grundkörper im raum war ein chorischer. der einzelne hatte, die regel des chores beachtend, alle individuelle freiheit.

es gab weder zuschauerraum noch bühne. der raum war gesamterfahrungsraum für zuschauer und spieler, der zuschauer mitgestalter des raumkörpers.

die proben endeten mit der letzten aufführung. die versuchsansätze wurden für jede aufführung neu erstellt - so entstand die aufführungsreihe fatzermaterial 1-18.

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