theatercombinat | 16./ 20.–22./24.–28. oktober 2017 – uraufführung. ein romantisches singspiel, wien (a) POEMS OF THE DAILY MADNESS claudia bosse und günther auer / theatercombinat.

sprache/language: deutsch/english


dossier
chorteilnehmer_innen gesucht

POEMS OF THE DAILY MADNESS ist ein romantisches singspiel von claudia bosse (libretto/regie) und günther auer (komposition). es untersucht die auswirkungen unserer politischen gegenwart auf die rituale unseres alltags, auf das denken und die handlungen innerhalb polarisierter und sich zusehends polarisierender öffentlichkeit. wie setzen sich die einbrechenden medialisierten wirklichkeiten in den routinierten abläufen fest? wie kann das reale poetisch werden?

inspiriert von unserer gegenwart, alltag, medienberichten, realen kriminalfällen und attentaten und von etel adnans „to be in a time of war“ entwirft claudia bosse texte – fragmentarische, manifesthafte, reflexive, fordernde, theatrale texte. mit diesem material entwickelt der komponist und medienkünstler günther auer kompositionen und vertonungen, die zwischen absoluter musik und text oszillieren, die von arie über song bis zu rezitativem sprechgesang reichen.

POEMS OF THE DAILY MADNESS entfaltet sich mit installativen elementen über eine stringente raumchoreografie hinweg unter mitwirkung von 4 singenden akteur_innen – MADNESS, POEMS, HATE CRIME und TERROR – die einem CHOR der VERDAMMTEN begegnen. diese figuren stehen für prinzipien, erscheinungsformen oder vorkommnisse, die unsere REALITÄT ausmachen. musikalisch zwischen hanns eisler und elektrisch generierten, manchmal unmöglichen orchestersounds angesiedelt, werden sowohl konkretes klangmaterial, wie stimme und instrument, wie auch computerprozessierte klangstrukturen verwendet. aufgeführt mit 4 – 5 live-musikern, umgeben von einem ensemble von lautprechern.

oper als die künstlichste form scheint die einzig angemessene form heute position zu beziehen. ALTERNATIVE FACTS und POST TRUTH POLITICS als unterhaltungswert des politischen wahnsinns. und weil alles so ist, wie es ist, singen wir. singen als widerstand. „das reale muss zur dichtung werden, damit es gedacht werden kann“, sagt rancière. er hat recht.

uraufführung ist am 16. oktober 2017 um 20.00h in der nordbahn-halle in wien, weitere aufführungen sind von 20.–22. und 24.–28. oktober 2017.


foto: claudia bosse

text/ konzept/ regie/ raum: claudia bosse; komposition: günther auer; akteur_innen: mirjam klebel, nic lloyd, nicola schössler, alexandra sommerfeld; dramaturgische beratung: alexander schellow; critical witness: johannes porsch; assistenz/stimmbildung: noah zeldin; kostüm/ technische leitung: marco tölzer; produktionsassistenz: dagmar tröstler; kommunikation: vicky klug; produktionsleitung: roma hurey

eine produktion von theatercombinat, in kooperation mit workspacebrussels, gefördert von wien kultur.


residenz beim workspacebrussels
28. märz - 15. april 2016

erste materialentwicklung gemeinsam mit den performer_innen katja dreyer, nora steinig und florian tröbinger.

URAUFFÜHRUNG
16. oktober 2017
20.00h

nordbahn-halle
leystraße /ecke taborstraße
1020 wien

weitere aufführungen:
20.–22. und 24.–28. oktober
2017, 20.00h

ort der residenz
kaaistudio's
OLV van vaakstraat 81,
rue notre-dame du sommeil
1000 brüssel


www.theatercombinat.com theatrale produktion und rezeption