theatercombinat | 16./ 20.–22./ 24./ 25./ 27./ 28. oktober 2017 – uraufführung. ein romantisches singspiel, wien (a) POEMS of the DAILY MADNESS claudia bosse und günther auer / theatercombinat.

sprache/language: deutsch/english


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radio-interview mit claudia bosse und günther auer, radio ORANGE 94.0

POEMS of the DAILY MADNESS ist eine oper, nein!, ein singspiel von claudia bosse (text/ raum/ regie) und günther auer (komposition). es untersucht die auswirkungen unserer politischen gegenwart auf die rituale unseres alltags, auf das denken und die handlungen innerhalb polarisierter und sich zusehends polarisierender öffentlichkeit. wie setzen sich hereinbrechende medialisierten wirklichkeiten in routinierten abläufen unseres alltags fest? wie kann das reale poetisch werden, damit es wieder gedacht werden kann?

inspiriert von unserem alltag, medienberichten, realen kriminalfällen und sich ereigneten attentaten entwirft claudia bosse texte – fragmentarische, manifesthafte, reflexive, fordernde, theatrale texte. mit diesem material entwickelt der komponist günther auer kompositionen und vertonungen, die zwischen absoluter musik und text oszillieren, die von arie über song bis zu rezitativem sprechgesang reichen.

POEMS of the DAILY MADNESS entfaltet sich mit installativen elementen über eine stringente raumchoreografie hinweg unter mitwirkung von 4 singenden akteur_innen – MADNESS, POEMS, HATE CRIME und TERROR. diese figuren stehen für prinzipien, erscheinungsformen oder vorkommnisse, die unsere REALITÄT ausmachen. musikalisch zwischen hanns eisler und elektrisch generierten, manchmal unmöglichen orchestersounds angesiedelt, werden sowohl konkretes klangmaterial, wie stimme und computerprozessierte klänge verwendet. oper als eine begehbare installation, als ein geteilter raum.

oper als die künstlichste form scheint die einzig angemessene form heute position zu beziehen. ALTERNATIVE FACTS und POST TRUTH POLITICS als unterhaltungswert des politischen wahnsinns. und weil alles so ist, wie es ist, singen wir. singen als widerstand. „das reale muss zur dichtung werden, damit es gedacht werden kann“, sagt rancière. er hat recht.

uraufführung ist am 16. oktober 2017 um 20.00h in der nordbahn-halle in wien, weitere aufführungen sind von 20.–22./ 24./ 25./ 27./ 28. oktober 2017.

"ein markantes werk einer starken künstlerinnenpersönlichkeit. (...) das sonst noch gesprochene kommt wild, kantig, dicht und künstlich daher, als auf deutsch und englisch vorgetragene dichtung mit intellektuellem impetus. claudia bosse ist eine sperrige formuliererin, die den süffigkeiten des üblichen sprachsalats mit leichter und doch zäher geste einiges an wortgestänge entgegenwirft (...)", DER STANDARD

"theatercombinat erfindet die oper als weltuntergangs-posse neu", WIENER ZEITUNG


 
probenfotos: eva würdinger, für fotostrecke bitte klicken

fotos der aufführungen: eva würdinger, für fotostrecke bitte klicken

text/ konzept/ regie/ raum: claudia bosse; komposition /soundsetting: günther auer; akteur_innen: mirjam klebel (MADNESS), nic lloyd (HATE CRIME), nicola schössler (POEMS), alexandra sommerfeld (TERROR); kostüm/ technische leitung: marco tölzer; critical witness: johannes porsch, alexander schellow; regieassistenz: noah zeldin, dagmar tröstler; stimmbildung: noah zeldin, guillaume fauchere; technik: lukas rawik; produktionsassistenz/ hospitanz: charlotte kallenberg, julia gfrerrer; kommunikation: vicky klug; produktionsleitung: roma hurey

eine produktion von theatercombinat, in kooperation mit workspacebrussels, gefördert von wien kultur. danke an sirene operntheater für ihre unterstützung.


URAUFFÜHRUNG
16./ 20.–22./ 24./ 25./ 27./ 28. oktober 2017
20.00h

nordbahn-halle
leystraße 157 /ecke taborstraße
1020 wien

residenz beim workspacebrussels
28. märz - 15. april 2016

erste materialentwicklung gemeinsam mit den performer_innen katja dreyer, nora steinig und florian tröbinger.

ort der residenz
kaaistudio's
OLV van vaakstraat 81,
rue notre-dame du sommeil
1000 brüssel

video: viktoria bayer


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