theatercombinat | 24.11.2010 - 27.11.2010 - FFT düsseldorf, 8.12.2010 - 16.12.2010 - wien, 12.02.2010 - watermill center new york, 17./18./20.05.2011 - wien vampires of the 21st century oder was also tun? claudia bosse / theatercombinat

sprache/language: deutsch, english, français


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soundbeispiel

 

"warum zum teufel noch theater?
wo kommt theater den zeit-körper-sprachräumen der uns umgebenden wirklichkeiten nahe? als gesichertes versprechen repräsentativer "entGrenzung"? als erbauliches "anderes", damit alles beim alten bleibt? oder theater als möglichkeit konzentrierter kollektiver körperDenkräume der erfahrung?" cb

identität, gewalt, alternativen. politische visionen, handeln. ökonomie. sounddokumente aus politik, wissenschaft und gesellschaft von 1859 bis heute; textfragmente nach ovid, karl marx, bram stoker, jean baudrillard und anderen; autofiktionales sprechen von 4 darstellern. ein raum der fragen, handlungen, konfrontationen und unsicherheiten. ein kollektives schreiben im raum mit körpern, sounds, stimmen.

eine neue reihe von theaterarbeiten von claudia bosse und theatercombinat. wuchernde mediale hybride. fragmentierte gegenwart, fragmentierte geschichte. soundlandschaften, dokumentarräume. theater als spielfeld und instrument von gegenwart. was also tun?


foto: lorant racz, für fotostrecke performance düsseldorf klicken


video: VAMPIRES of the 21st century oder was also tun?

 

konzept/regie/raum: claudia bosse, sound: günther auer, von/mit caroline decker, frédéric leidgens, yoshie maruoka, nora steinig, beratung/kommunikation: christine standfest, produktionsleitung: annelie fritze, technische leitung/bauten: marco tölzer, regieassistenz: thomas köck, produktions-assistenz: anna feldbein, recherche soundarchiv: ana mirkovic, beratung: alexander schellow, lichtberatung: alex wanko, fotos: lorant racz, presse: SKYunlimited

eine produktion von theatercombinat in koproduktion mit FFT düsseldorf

fft düsseldorf - kasernenstraße 6, 40213 düsseldorf
uraufführung: 24.11.2010, 3 vorstellungen
kartographisches institut - krotenthalergasse 3, 1080 wien
premiere: 8.12.2010, 7 vorstellungen

mit freundlicher unterstützung von wien kultur, bezirkskultur josefstadt, erste bank, partner von hunger auf kunst und kultur

residenz am watermill center new york


aufführung
12. februar 2011, watermill center, 6:00 pm.

17./18./20. mai 2011, kartographisches institut wien


further information / contact
email produktion@theatercombinat.com
tel +43 1 522 25 09 

 

new york
watermill center new york
a laboratory for performance
39 watermill towd road
water mill, new york 11976 usa

 

wien
kartographisches institut
krotenthalergasse 3
1080 wien


foto: lorant racz, für fotostrecke raumbilder wien klicken

 


clip: claudia bosse


arbeitsfragmente von claudia bosse:

einen geschichtsraum herstellen in der gegenwart. im ringen um fragen von identität und politischem handeln, körper und sexualität. revolutionary monsters. gier nach blut. kapital des (über)lebens.

berührungen.
gemeinsame aktionen.
abhängige aktivitäten.
körperhandlungen als zeitverläufe, rhythmus, macht.
raumhandlungen.
sprachhandlungen.
sprachliches handeln im moment.

wenn das theater einen anschaut
durch die handlungen, die man betrachtet.
wenn das theater zurückschaut über die fantasien, die man entwickelt.
wenn das theater einen anschaut über die techniken, in denen es formuliert.
genau sein, etc. etc.

 

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kompositorisches narrativ

 




akustische architektur

 

 



interpreten

 


ermöglicht ein anderes zusammentreffen von bewegungen, biografien, sounddokumenten, sprachen und textfragmenten. das kompositorische narrativ konstruiert über rythmen, ton, gestimmheit und inhalte, die sich konkret aufeinander beziehen, jedoch wie eine partitur von ereignissen zueinander wirken. in dem die zuschauer umgebenden klangraum stellen die vier darsteller ihr sprechen und handeln in beziehung zu tondokumenten und treten gemeinsam mit dem betrachter in dialog mit der akustischen architektur.

der lautsprecher wird zum identifizierbaren ort, zum körper des klanges im raum. eine architektur des hörens. in diese architektur, dieses spiel unterschiedlicher konstruktionen von möglichkeiten, werden andere räume gelegt: körperräume durch sprecher, deren tempo, deren klang, und deren gestus. mediale räume, durch unterschiedliche qualität und geschichte der aufnahmen. die kombination der quellen mit der intensität und den orten ihres erklingens "erzählt" jeweils etwas anderes.

die interpreten sind die agenten dieses aufeinander treffens unterschiedlicher materialien. sie sind die leitsysteme der wahrnehmung. sie initiieren die verhältnisse, den raum, die situation, die aufmerksamkeit, etc. sie sind manipulierende vertreter ihrer selbst, zugleich schaffen sie sich erst durch ihr sprechen, ihr bewegen, ihren klangraum, ihre spannung. die selbstauskünfte sind ein rythmisches spannungsspiel mit sich und mit den anderen. kein geständnis, sondern spiel, in dem die bedingungen und möglichkeiten des selbst erkannt und ergriffen werden müssen.


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