theatercombinat | 15.09.2007 turn terror into sport massensteppintervention mit 100 bürgerInnen, maria-theresien-platz, wien, kooperation mit dem tqw (a)

sprache: deutsch, english, franšais

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tragödienproduzenten
coriolan
coriolan review

 

« he stopp‘d the fliers
and by his rare example made the coward
turn terror into sport. »

ein satz aus shakespeares tragödie «coriolan», in der fortwährend interessen, ordnungen, regeln, rhetoriken, glieder, staats- und körperbilder aneinanderschlagen. stadt – straße – forum - capitol – lager – schlachtfeld. patrizier, plebejer, volksvertreter, senatoren; soldaten, offiziere, helden. entertainment, revue und stepptanz als aufstand in der stadt.

«turn terror into sport» als massenhafte choreographie im öffentlichen raum ist inspiriert von busby berkeleys großen filmmusicals der dreissiger jahre. brillantes entertainment schlägt um in militärische synchronität.

100 teilnehmerInnen, 6 stepptrainerInnen, 6 akteurInnen, 1000 zuschauerInnen. eine massive rhythmische intervention in die stadt.


 

konzept/choreographie: claudia bosse, stepptrainings: michael fischer, sabine hasicka, albert kessler, daniela kubik, nele moser, martina sagmeister, nicole rutrecht, verena schönberger, mit: jennifer bonn, aurelia burckhardt, marie-eve mathey-doret, gerald singer, christine standfest, doris uhlich, dramaturgie: christine standfest, produktion/öffentlichkeitsarbeit: lena wicke, koordination turn terror into sport: jeanette picker, regieassistenz: konstantin küspert, fotografie: maria mäser, konstantin küspert, akteurInnen: guido aengenhaeyster, christine aiwasian, monika bischof, anita broser, sandra bühler, julia baader, iwona brugger, elisa colz, ingrid chlup, eva cermank, verena dreitler, liesa denk, linde dröscher, georg deutscher, michael de werd, brigitte futscher, michaela fink, sigrid fieder, susanne efhimou, ingeborg fellhofer, nadja frauenhofer, renate gärtner-horvath, alexander gastinger, daniela graf, lisa von hilgers, graziella handschuh, wiebke hebestedt, nora-anna hofmann, anna-maria huemer, johannes huemer, friedrich juschin, elfriede havlik, daniela hiesberger, helmut hammermüller, maria helm, rené huget, doris jaquemar, sigrid jungwirth, ulrike johannsen, julia jovanovic, elfriede kalusch, roswitha kauer, gerlinde kammerhofer, katharina kanter, albert kessler, brigitte kiss, petra klemenschitz, alexander klimek, georgina klimek, susanne klos, brigitte klos, anne-sophie könig, barbara korvas, veronika kritzer, christl kucera, sabine kührer, manuela linshalm, michaela landauer, karin lackner, andrea mayer, geraldine miller, daniela moser, isolde müller, nele moser, susanne muzler, astrid mayer, ingrid müller, angela nagy, gabriella nadasdy, eui nadasdy, yihui ni, uwe mattheiß, dora müller, maria ohrfandl, mariella pauls, anton payer, doris prammer, manfred panis, saskia pauls, natascha pfleger, sigrid prihoda, angela payer-bacher, susanne peterka, maria theresia pichler, elisabeth pock, ingrid pazdernik, susanna poulicek, laurentius rainer, ingrid racz, dani rechling, ulrike ralis, ewa-maria rogal, elisabeth risak, thomas scheiber, rita schiller, sabine schreib, birgit schmölzer, patrick schneider, lucia steindl, dina stojrag, verena schönberger, michaela salaba, renate schuh, esther suranyi, mirja seifert, kristina singer, marie tappero, günther tagesen, johanna thanheiser, lisa trischler, christine tasch, monika träger, maria tamas, klara tolnai, nina urschler, anna-caterina wegscheider, lydia wildauer, lena wicke, veronika wimmer, luisa wallek, carmen wild, ingrid wiederstein, andrea zeiner, carina zabini, rudolf ziegler, anna-maria zöchling

eine koproduktion mit dem tanzquartier wien

unterstützt von wiener linien, wohnbauvereinigung für private angestellte, österreichisches siedlungswerk, magistratsabteilung 33 der stadt wien. theatercombinat wird gefördert von wien kultur.

fotos: konstantin küspert, clip: anke dyes

   
in dieser maschinerie hat jeder eine funktion für das ganze, aber kann dieses ganze weder sehen noch sich bewusst machen. jeder koordiniert sein verhalten an vorgängen (in raum und zeit), nicht aber an dem gesamtbild, das erzeugt wird! kein mitwirkender kann das erzeugte bild sehen, aber die masse sieht sich selbst darin, d.h. sie sieht, dass sie in ihrer massierung etwas ganzes ist, das mehr ist als die summe der individuen, und auch jedes einzelne bewusstsein übersteigt. (siegfried kracauer)

«turn terror into sport»: ein produktionsmodul, das den aufstand erprobt mit bürgerinnen und bürgern in wien. im dreimonatigen probenprozess entstanden physische und räumliche kenntnisse zur mobilisierung einer geteilten aktivität. revuetanz, steppen als massenintervention in den öffentlichen raum. der asphalt war die bühne, der maria-theresien-platz der ort, an dem sich steppende und betrachter vermengten, ein austragungsort von rhythmen und körpern.

die massensteppchoreografie «turn terror into sport» eröffnete als produktionsmodul coriolan von shakespeare, den zweiten teil der serie tragödienproduzenten von theatercombinat. der massenchor aus «turn terror into sport» wurde zum element der inszenierung «coriolan». der aufstand der straße besetzte die hallen des gelńndes von «thepalace».

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