en / de

1.7.2025 zagreb,  21.3.2026 genf / Cracks in Landscape ein performatives poem von claudia bosse, sounds günther auer

Cracks in Landscape
ist ein performatives poem in einem geteilten raum, welches sich zu jeder aufführung und mit jedem raum refiguriert und weiterentwickelt. claudia bosse lässt eine taktile, performative landschaft zwischen den besucherinnen entstehen und verbindet dabei auf sinnliche weise materialen wie latex häuten, knochen, federn, ton, salz, erde, metall, stoff und stein. die performance kombiniert textfragmente mit bewegungen, relationen und sounds und öffnet kollektive spekulationen über verhältnisse zur belebten umgebung und dem planetarischen garten erde.

unser planet ist übersät von verwundeten landschaften, landschaften, die die spuren menschlicher eingriffe offenbaren: kriege, klimatische veränderungen, rohstoffabbau oder auch die gewinnung von energien, von denen wir menschen glauben, dass wir sie zum überleben brauchen. menschen graben sich in die erde ein und verändern ihre bewegungen, bohren sich in ihre schichten. verwundete landschaften beherbergen geister in sich, geister, die der landschaft und der zeit leben einhauchen und ihre spuren hinterlassen.

landschaften, die von geistern bewohnt werden
landschaften, die die toten beherbergen
landschaften, die zeichen nuklearer verwüstung bergen
eingestürzte tunnel oder verwüstete landschaften
ihr untergrund und ihre auswüchse
lesen in landschaften
lesen in hybriden landschaften
lesen in der umwelt
hören mit dem körper und seinen sinnen
ist es ein orakel oder ein roman
ist es eine kurzgeschichte oder ein epischer roman
ist es still
es ist materialisierte vergangenheit und zukunft
wir treten auf zukünfte, gepflastert mit lebender materie
wir treten auf schlafende samen

nach ANTISEZONA 2025 in zagreb, findet Cracks in Landscape 2026 in genf bei dem festival Echo Morphose und in der galerie Weisses Haus in wien statt.

Cracks in Landscape ist teil der performativen Reihe haunted landscape/s. im mittelpunkt von haunted landscape/s stehen vulkane, tagebaue, bergwerke als gefährdete landschaften sowie deren mythen, geschichten und erfahrungen. haunted landscapes begegnet diesen landschaften, erlebt die materie, veränderungen, zusammenhänge, nähert sich den geschichten und mythen verschiedener terrains und setzt diese in choreografisch-performative arbeiten oder installationen um.

PROJEKTE von haunted landscape/s:
haunted landscape/s ist eine mehrformatige serie von claudia bosse (2024/2025) in zusammenarbeit mit verschiedenen künstler*innen mit/über/durch verwundete landschaften. WASTEland ist eine poröse choreografie, die aus den wiederkehrenden WASTELAND dream/s über sieben monate wuchs. für WASTELAND dream/s – a chronicle on choreographic ground entstanden aus monatlichen begegnung mit einer sich stetig verändernden brache performative rituale mit 5 tänzer*innen und eine raumgreifende performance mit der public performance school PPS & PPS_extended. in HAUNTED LANDSCAPES or the breathing out of earth besetzte claudia bosse ende oktober 2024 die bühne des tanzquartier wien als begehbares, performatives environment, gemeinsam mit verschiedenen materialien, 5 performer*innen und den klängen von günther auer. in HAUNTED LANDSCAPE on an unseen wasteland wurde eine zentrale restfläche zum urbanen labor und austragungsort einer serie von bildnerischen, musikalischen und performativen interventionen von claudia bosse mit der public performance school PPS sowie eingeladenen künstler*innen. in dem field research projekt haunted landscape/s – about inner and outer landscapes im rahmen von impulstanz hat claudia bosse mit den teilnehmenden tänzer*innen relationen zu landschaften, organismen und bewegungen auf instabilem grund erforscht. claudia bosses mit dem wald verwebte installation entanglement with a haunted forest eröffnete im juni 2024 das mahler forum 2024 mit einem musikalischen kommentar von günther auer. zwischen gebautem, gewachsenem, gegenwärtigem und gewesenem ist die installation im wald noch bis ende oktober frei zugänglich. haunted landscape/s wurde als ortsspezifische performance mit 3 tänzerinnen und 2 bewegungschören im mai 2024 für ein brachliegendes baufeld entwickelt und endete schließlich in einer multimedialen installation. im oktober 2023 entwickelte claudia bosse LANDSCAPE/S im rahmen des projekts celebrating trouble. choreographic convention in timișoara (rumänien) – eine lecture performance als installative ausbreitung, die zu einer performativen landschaft wurde.
 
die serie haunted landscape/s entstand im rahmen der konzeptförderung 2022-2025 von stadt wien kultur, vom bundesministerium für kunst und kultur, öffentlicher dienst und sport, mit der unterstützung von bezirk donaustadt, mahler forum 2024, KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien und in kooperation mit belvedere 21, impulstanz, jugend am werk, wien 3420 und ÖBB.

der zyklus ORGAN/ismus – poetik der relationen verknüpft module, motive und methoden zur umsetzung verschiedener künstlerischer formate und will zugleich strukturen aufbauen oder ausbauen. denn wir können nur die arbeiten verwirklichen, für die wir in der lage sind strukturen zu finden oder zu erfinden.

www.theatercombinat.com theatrale produktion und rezeption
theatercombinat ist gefördert von stadt wien kultur im rahmen der konzeptförderung 2022-2025.

Nach oben scrollen